Mittwoch, 10. April 2013

Die erste Laue "Sommer"-Nacht...


Seit dem letzten Wochenende haben wir das Gefühl, dass nach dem langen Winter nun fast nahtlos der Sommer gekommen ist. Freitag morgen waren es noch 2 Grad als wir uns am frühen Morgen auf den Weg nach NY machten. Im Laufe des Tages wurde es dann immer wärmer und die Temperaturen kletterten auf 24°C Grad. Die Sonne schien und es war wunderschön. Am Abend sobald die Sonne untergegangen war, wurde es wieder recht kalt. Auch am Samstag morgen war die Luft es noch verhältnismäßig kalt. Im Laufe des Tages wärmte die Sonne die Stadt doch schnell wieder auf und man hatte das Gefühl, der Sommer kommt mit großen Schritten.  
Gestern wurde dann die 28°C Grad Marke geknackt und wir hatten wirklich das Gefühl nun ist es Sommer!!! Alle liefen im T-Shirt, kurzen Hosen, Kleidern und anderen Sommerklamotten durch die Gegend und genossen das herrliche Wetter! Am Abend waren wir mit einer anderen deutschen SAP'lerin zum Essen verabredet. Nachdem Essen setzten wir uns noch auf die Terrasse unseres Cottages und genossen den herrliche Abend. Auch um 0h waren es noch 23°C Grad und die Luft hatte etwas mediterranes. Heute müssen wir dieses herrliche Sommerwetter noch einmal genießen, da dann ein Gewitter für Abkühlung sorgen soll und dann wohl doch erst mal der Frühling zum Zuge kommt. Alleine in diesen paar sommerlichen Tagen haben alle Bäume und anderen Pflanzen einen riesen Schub getan. Viele der Kirschbäume haben begonnen zu blühen, der Magnolinbaum vor unserem Cottage trägt bereits ein paar Blüten und überall strahlen einen die Osterglocken an.
Für alle in Deutschland hoffen wir, dass wie vorausgesagt das Wetter zum Wochenende auch endlich frühlingshaft wird und auch endlich so bleibt und der Winter endlich ein Ende hat!


"Wohnungsjagd" in NYC


Letztes Wochenende fiel der Startschuss für die Suche nach einer passenden Wohnung in New York. Wie die Überschrift es schon sagt es war jedoch eher eine Jagd als eine Suche. Wie eine New Yorker Freundin von mir so schon sagte: " Let the hunt begin.." :)

Freitag morgen machten wir uns gegen 6:30h mit dem Auto nach Trenton, New Jersey auf. Von dort hatten wir schon einmal den Zug genommen, der uns bis zur Penn Station in Manhattan bringt. Unser Auto ließen wir dieses mal in einer Parkgarage für $ 21 / Tag, da wir das Auto ja für zwei Nächte dort stehen lassen wollten. Die Anreise klappte reibungslos. Nur unser Hotelzimmer war um kurz vor 10h noch nicht bezugsbereit, aber wir konnten unsere Koffer im Hotel lassen. Um 11h hatten wir den ersten Termin auf der Eastside unterhalb von Midtown in einem Wohnkomplex der 4 große Häuser, viele Geschäfte etc beinhaltet. Leider war es sehr enttäuschend, da das Apartment extrem klein und dunkel war und trotzdem ein kleines Vermögen kosten sollte. Wir bedankten uns und machten uns auf den Weg in Richtung des nächsten Termins, der nur einige Blocks weiter Downtown war in Stuyvesant Town. Da der Termin beim ersten Apartment sehr schnell ging, hatten wir nun noch etwas Zeit, die wir damit verbrachten uns für denselben Tag und für Samstag noch mehr Termine in den Kalender zu knallen, was sehr erfolgreich war insgesamt sollten es 28 Wohnungen sein, die wir dieses Wochenende besichtigen würden.
Die nächsten zwei Wohnungen, die wir uns anschauten waren in Stuyvesant Town einem weiteren Wohnungskomplex, der im Vergleich zum ersten sehr grün war. Zwischen den verschieden Wohngebäuden waren immer wieder Grünanlagen und sehr viele Bäume. Die Wohnungen selber waren sehr modern und wirklich schön! Leider gibt es zur Zeit keine Apartments, die in unserem Budget liegen und wir müssten uns für eine Wohnung im Juni/July bewerben. Ja richtig gehört bewerben, denn möchte man gerne eine Wohnung in New York mieten, muss man sich zuvor bei der Wohnungsgesellschaft oder dem Vermieter bewerben. Meistens muss man neben der Offenlegung sämtlicher Unterlagen( Kontoauszüge, Gehaltsauszug, etc...) auch eine Bewerbungsgebühr von ca. $100-2000(unterschiedlich von Wohnung zu Wohnung) bezahlen. Wird man als Bewerber abgelehnt ist diese Gebühr leider weg...ob man möchte oder nicht im Prinzip hat man gar keine andere Wahl! Der Makler, der uns diese beiden Wohnungen gezeigt hatte, erzählte uns zudem, dass wir uns eine schlechten Zeitpunkt für die Wohnungssuche ausgesucht hätten, da nun auch sehr viele College Studenten nach einer Wohnung suchen würden. Außerdem wäre es ein großes Problem, dass wir keine sog. credit history (= Kreditkarten Historie) haben. Jeder Wonungsbewerber müsse eine credit history von mindestens 3 Jahren vorweisen, ansonsten bräuchte man einen Bürgen, dieser Bürge müsste aus den USA kommen und ebenfalls alle sehr privaten Daten offen legen. Zudem muss der Bürge das 80 bis 85 fache der Miete als Jahresgehalt haben, was bei einer Miete von $ 2.800 bei dem 80fachen $224.000 bedeuten würde. Nach diesem Treffen war unsere Laune erst mal vollkommen im Keller, so viele Fragen, die uns im Kopf schwirrten: wo sollen wir bloß einen US Bürgen her bekommen, werden wir je eine passende Wohnung finden, Fragen über Fragen...
Im Laufe des Tages zerstreuten sich unsere größten Zweifel jedoch wieder, da die übrigen Wohnungen, die wir uns anschauten immer ohne einen Bürgen gemietet werden konnten, wenn man dafür einfach einen Teil der Miete im Voraus bezahlen oder eine größere Kaution bezahlen würde.Um 20h waren wir mit den Wohnungsbesichtigungen für diesen Tag durch und einfach nur noch müde! Nach einem kurzen Snack fielen wir ins Bett und in einen traumlosen Schlaf.
Am nächsten Morgen wartet bereits um 9h die nächste Wohnungsbesichtigung in der Upper Westside auf uns. Der Tag startet gut, denn die Wohnung war wirklich schön und vom Gesamtpaket endlich eine Wohnung, die wir uns vorstellen könnten zu mieten. Der Haken bei dieser Wohnung ist die $ 1000 Bewerbungsgebühr, die weg ist, falls wir nicht als Mieter akzeptiert werden.An diesem Tag fanden wir noch eine weitere Wohnung, die uns sehr gut gefällt. Sie ist im Stadtteil Clinton (auch als Hell's kitchen bekannt) in Midtown West. Von dort aus läuft ca 12 Minuten bis zum Times Square.
Insgesamt liefen wir am Samstag die Stadt rauf und runter von West nach Ost und von Ost nach West. Natürlich nahmen wir wo es nur ging die Bahn, dass wir uns für $30 einen 7 Tagesticket für die subway gekauft hatten, war die richtige Entscheidung. Trotzdem sind wir diese drei Tage mehr gelaufen als in allen Urlauben oder Tagesausflügen, die wir bisher nach New York gemacht haben. 
Samstag Abend waren wir und vor allem unsere Füsse platt und wir schafften es nur mit Mühe uns noch ein schönes Restaurant in Chelsea zu suchen. Unser Hotel (309 Hotel) hatte eine perfekte Lage mitten im angesagten Viertel Chelsea, nahe der subway station. Das Hotelzimmer war sauber und für den Preis und die Lage sehr gut, natürlich muss man es mit dem NY Hotel Standard vergleichen. ;)
Sonntag trafen wir uns mit dem Vermieter des Apartments in Hell's kitchen in Greenwich Village. Er war ein sehr ruhiger und freundlicher Mann. Wir stellten uns kurz vor, er fragte uns wenige Dinge und meinte schlussendlich, dass er sich uns als Mieter vorstellen könnte, ABER am Montag hätte er noch ein weiteres Vorstellungsgespräch für die Wohnung und fairerweise würde er dieses auch nicht absagen. Tja nun heißt es warten und Daumen drücken, ob diese Woche hoffentlich ein positiver Anruf kommt. Ansonsten haben wir noch die andere Wohnung in der Upper West Side, bei der wir leider das Risiko des Verlustes der Bewerbungsgebühr haben oder aber es würde heissen, nächstes Wochenende wieder auf die Jagd zu gehen... was leider keinerlei Vorfreude bei uns hervorruft!

Donnerstag, 4. April 2013

Hannover - Philadelphia

Es ist Ostersonntag, aber leider können wir dieses Jahr kaum darauf Rücksicht nehmen. Ostersonntag können wir zwar ein Kaffee trinken und ein Abendessen mit unserer Familie geniessen, ansonsten ist der Tag aber hauptsächlich von finalem Koffer packen, einchecken und letzten Reisevorbereitungen geprägt.
Ostermontag ist es dann soweit und wir müssen Hannover auf Wiedersehen sagen. Dieses mal ist es zwar nur ein kurzer Abschied, da wir im Mai ja noch einmal für wenige Tage in Hannover sein werden, anderseits wird die Zeit in den USA dieses mal sehr wichtige Entscheidungen für uns bereit halten... u.a. werden wir  endlich unser Bankkonto eröffnen können..?:) werden wir eine schöne Wohnung finden? werden unsere Sachen nach der langen Seereise unbeschadet bei uns eintreffen? etc.
Im Vergleich zum letzten Flug nach Philly mit British Airways flogen wir dieses mal mit Lufthansa. Der Service war bei Lufthansa etwas besser, allerdings waren die Sitzplätze bei British Airways doch erheblich geräumiger. Der Weg führte uns von Hannover über Frankfurt nach Philadelphia. Unsere Sitzplätze befanden sich in den hinteren Reihen des Flugzeuges, daher kamen wir auch als eine der letzten Passagiere an den Sicherheitscheck. Die Schlange vor den Schaltern war gewaltig und so mussten wir leider fast eine Stunde warten bis wir endlich an der Reihe waren, um beim Officer unsere Fingerabdrücke abzugeben, von uns ein Foto schiessen zu lassen und unsere I-94 Formulare mit einem US Stempel  in unsere Pässe zu bekommen. Während wir noch auf den Sicherheitscheck warteten, gingen zwei weibliche Sicherheitskräfte mit einem kleinen Hund durch die Reihen. Der Hund schnüffelte, wie ein kleines Trüffelschwein, an allen Taschen und Koffern und schlug auch wirklich bei zwei Personen, die in unserer Nähe standen, an. Bei einer der beiden Personen, die daraufhin ihre Taschen untersuchen lassen mussten, wurden die Sicherheitsleute auch fündig. Es waren zwar keine Drogen, die der "kleine Schnüffler" aufgespürt hatte, sondern nur eine Tüte mit Obst, allerdings muss man bereits im Flugzeug ein Formular ausfüllen, indem man u.a. auch angeben muss, ob man Lebensmittel, wie z.B. auch Obst oder Gemüse mit in die USA bringt. Hat man dieses auf dem Formular nicht angegeben und wird dann "überführt", muss dementsprechend auch eine Strafe gezahlt werden. 
Nach erfolgreichem Sicheitscheck konnten wir unsere Koffer in der nächsten Halle einsammeln. Auf Grund der langen Zeit zwischen Ankunft des Flugzeuges und Abholung der Koffer, wird das Gepäck in der Regel bereits vom Flughafenpersonal von den Gepäckbändern herunter genommen und daneben gestellt.
Kurz vor dem Verlassen der Ankunftshalle muss man noch einmal an einem Officer vorbei und sein oben bereits genanntes Formular mit der Angabe, ob man etwas in die USA einführt, abgeben. Es wird kurz vom Officer geprüft und wenn man Glück hat auch mit "welcome" aus dem Flughafen in die "Freiheit" entlassen. Mit dem Fahrstuhl gelangt man in das Erdgeschoss des Flughafens dort fahren Busse, die einen direkt zu den Parkplätzen oder auch zu den Niederlassungen der Autovermietungen bringen.
Als wir nun endlich das Auto erhalten hatten (Autovermietung Hertz) quälten wir uns durch den Feierabendverkehr zum SAP Hauptquartier in Newtown Square. Dort hatten wir für die nächsten drei Wochen ein sog. Cottage gemietet. Unsere Unterkunft trägt passenderweise den Namen LINDEN. Unser sehr geräumiges Zimmer befindet sich im Erdgeschoss. Neben einem weiteren Zimmer befinden sich im Erdgeschoss noch eine Küche, ein Esszimmer, eine Bibliothek und ein Wohnzimmer, welche gemeinschaftlich genutzt werden können. Der Kühlschrank und die Vorratsschränke in der Küche füllen sich wie bei Tisch'lein deck Dich immer wieder von Zauberhand auf! :) Im ersten Stock des Hauses befinden sich auch noch vier weitere Zimmer. Bisher haben wir aber noch keinen der anderen "Mitbewohner" angetroffen. So wie es aussieht lässt es sich hier die nächsten drei Wochen sehr gut aushalten! :)









Mittwoch, 3. April 2013

Umzugs Part II

Es ist Gründonnerstag 7.30h und es klingelt an der Haustür.... unsere Umzugshelfer der Firma Walterstein stehen vor der Wohnung, um unsere noch übrigen Habseligkeiten zu verpacken und nach NY zu verschiffen. Drei Mann legen auch gleich los und packen Kartons, bauen Möbel ab in einem Tempo bei dem wir nur staunen können. In Windeseile ist alles in den Kartons verstaut und im Umzugstransporter verschwunden. Die Beladung des Containers erfolgt dann in der Firma, da unsere Strasse für den Container zu klein ist! Jeder der bei uns schon ein mal zu Besuch war, kann dies sicherlich bestätigen! :)
Da wir den Umzug beaufsichtigen mussten, teilten Cord und ich uns die "Aufsicht" auf. Ich kann nur sagen, dass es schon wirklich sehr interessant ist, was Männer, wenn sie vermeintlich unter sich sind, für Unterhaltungen führen und sich für Witze erzählen... ;)
Nun ist der Auszug geschafft und wir stehen in einer fast leeren Wohnung. Was jetzt noch da ist, kommt entweder in den Koffer oder wird an unsere Nachmieter vermacht. Am Karfreitag steht nun nur noch der letzte Wohnungsputz und die Schlüsselübergabe an.
Unsere Sachen werden sich nach Ostern auf die Reise über den Atlantik machen und hoffentlich bald wieder bei uns sein. Bis zum Eintreffen unserer Möbel und anderen Besitztümer haben wir nun nur wenige Tage Zeit, um eine passende Wohnung für uns zu suchen.

Umzug Part I

Vorletztes Wochenende war es soweit und der Auszug aus unserer schönen Wohnung in Hannover stand an. Nachdem ich mich von den Reisestrapazen einigermassen erholt hatte, ging es los mit Packen, Räumen, Sortieren und Aussortieren all unserer Habseligkeiten. Von morgens bis abends 7 Tage lang. Mit Hilfe meiner Eltern wurde bereits alles, was möglich war bei Ihnen verstaut, was auch schon eine ordentliche Schlepperei war!
Am Freitagmittag kam Cord dann aus Edmonton angeflogen. Zum Glück, trotz Schneesturm in Kanada, ohne nennenswerte Vorkommnisse oder Verspätungen. Leider mussten wir zum Leidwesen von Cord am selben Tag noch das eine oder andere tun, um die Umzugsvorbereitungen vollständig abzuschließen. U.a. holten wir am Abend, den bei der Autovermietung Harms, gemieteten Sprinter ab. Diese Autovermietung können wir wärmstens empfehlen, da noch recht kurzfristig ein Sprinter verfügbar war und alles reibungslos lief!
Dann am Samstag startete der erste Teil des Umzuges. Alles was bei meinen Eltern nicht mehr unterzubringen war, sollte nun nach Pattensen zu Cords Eltern gebracht werden. Mit Hilfe unserer vielen tatkräftigen Helfer ging das Ausräumen der Wohnung und unseres Kellers Rucki-Zucki  vonstatten. Meine Eltern kamen gerade noch rechtzeitig mit den selbst geschmierten Brötchen, bevor es nach Pattensen weitergehen sollte! Nach der Stärkung machte sich der Konvoi von immerhin 1 Sprinter, 1 T5, 2 Kombis und 1 Golf auf den Weg, um "die Ladung" in Pattensen zu verstauen. Da zum Glück in unseren Elternhäusern, vor allem in Pattensen, so viel Platz zur Verfügung steht, konnte alle unsere Besitztümer, die nicht mit uns in die USA auswandern sollten, gut verstaut werden. Unsere Wohnung wirkte nun bereits schon wesentlich leerer. Am Abend startet dann unsere "Hannover Abschiedsparty" mit "fast" allen Umzugshelfern! Es war ein sehr feucht-fröhlicher Abend!

WIR MÖCHTEN NOCH EINMAL ALL UNSEREN HELFERN DANKEN!!!                           IHR SEID GROSSARTIG!!!