Donnerstag, 14. März 2013

Vancouver Aquarium
















Das Vancouver Aquarium 
(auch Vancouver Aquarium Marine Science Centre oder Vanaqua genannt) befindet sich im Stanely Park und ist eines der wichtigsten Ziele für Touristen. Das Aquarium wird von einer Non-Profit-Organisation betrieben, die keine staatliche Unterstützung erhält. Es ist das größte Aquarium und meeresbiologische Forschungszentrum in Kanada. Das 9000 m² große Grundstück ist im Besitz der Stadt und wird von der städtischen Parkbehörde verwaltet.
Zu besichtigen sind unter anderem Delfine, Haie, Weißwale, Seelöwen, Seehunde, Pinguine und Seeotter. Insgesamt leben hier rund 300 Fischarten, Tausende von Wirbellosen, 56 Amphibienarten, 60 Säugetiere und Vögel.









Die Eröffnung erfolgte im Jahre 1956, womit Vanaqua das älteste öffentlich zugängliche Aquarium Kanadas ist. Es ist heute das größte des Landes und gehört zu den fünf größten in Nordamerika.

Nach einiger Wartezeit auf Grund des großen Andrangs konnten wir das Aquarium nun endlich betreten. Gleich im Eingangsbereiche erwartet den Besucher eine große Anzahl von verschiedensten Aquarien und Terrarien mit den unterschiedlichsten Tieren.















Zu dem wird es zur Zeit ein Film in 4D über den Lachs, die Wanderung der Tiere und deren Bedeutung für die restliche Umwelt gezeigt. Auch wenn es erst einmal nicht so klingt, der Film war wirklich toll und hatte wunderschöne Bilder. Durch die 3D Brille hatte man wirklich das mittendrin dabei zu sein, was durch die 4D Komponente: Wasserspritzer, die Stühle und der Boden vibrierten, noch verstärkt wurde.


Neben den Tieren Kanadas gab es noch einen Bereich in dem Tiere des Amazonas gezeigt werden. 

Nachdem wir uns alle möglichen Aquarien und Terrarien angeschaut hatten, gab es im Aussenbereich eine Delphin und wenig später eine Beluga-Wal Show bei denen sehr viel Information über die Tiere berichtet wurde.


Nach ca. 3 Stunden verließen wir das Aquarium. Es ist also gerade bei
nicht so schönem Wetter eine Möglichkeit den Nachmittag zu füllen und eine tolle Erfahrung zu machen.









Sonntag, 10. März 2013

Thank you Alice!!!

Unser Zimmermädchen Alice aus Brunei, die immer sehr gute Arbeit macht und immer für ein kleinen Plausch zu haben ist, stand Freitag mit einem Geschenk für uns vor der Zimmertür.  Selbst gekochtes Chicken Curry !!! :) Ich hatte ihr die Woche von unserem Ausflug nach Vancouver erzählt und dass wir dort in einem leckeren malaiischen Restaurant gegessen haben und wir ganz begeistert vom Essen waren! Da wollte Sie uns etwas Gutes tun und hat für uns gekocht! :)
 Super lecker vielen lieben Dank!!!!!!!!!! 

Mittwoch, 6. März 2013

Vancouver

Am letzten Wochenende stand die nächste Reise an, dieses mal ging es nach Vancouver (im kanadischen oder amerikanischen auch als "Veng-Kuh-Wär" ausgesprochen!:) Die Vorfreude auf dieses Wochenende war riesig, da dieses für uns der erste Besuch in Vancouver war und wir  bisher wirklich nur Gutes über die Stadt gehört hatten.
Vancouver ist eine Stadt im Südwesten von British Columbia  an der Westküste Kanadas und nur rund 45 Kilometer von der nordwestlichen Grenze der USA entfernt. Die Stadt gehört zum Regionaldistrikt Metro Vancouver, der mit 2,31 Millionen Einwohnern (2011) die größte Metropolregion Westkanadas und die drittgrößte des Landes bildet. Die Bevölkerungszahl der eigentlichen Stadt Vancouver beträgt 603.502 (2011).
Die Stadt entstand in den 1860er Jahren als Folge der Einwanderungswelle während des Fraser-Canyon-Goldrauschs  und entwickelte sich nach der Eröffnung der transkontinentalen Eisenbahn  im Jahr 1887 innerhalb weniger Jahrzehnte von einer kleinen Sägewerkssiedlung zu einer Metropole. Der Hafen Vancouvers ist der größte in Kanada und exportiert mehr Güter als jeder andere Hafen in Nordamerika.
Vancouver wandelte sich mit der Zeit zu einem Dienstleistungszentrum und (insbesondere nach der Weltausstellung Expo '86) zu einer Tourismusdestination. Die Stadt ist darüber hinaus hinter Los Angeles und New York der drittwichtigste Standort der nordamerikanischen Filmindustrie  und wird daher auch als "Hollywood North" bezeichnet.

Freitag Abend startete unser Flieger (Westjet) von Edmonton Int. Airport, der Flug dauerte 1.20h und war recht turbulent! Gesund und munter landeten wir in Vancouver und konnten mit der sog. SkyTrain (C$8,75/Person) direkt vom Flughafen bis zur Station Brodway CityHall fahren und von dort zu Fuss (4 Blocks) zu unserem Hotel laufen. Unser Zimmer lag im obersten Stockwerk (6. Stock) des Hotels und wir hatten einen beeindruckenden Blick auf die Skyline von Vancouver Downtown und die dahinter liegenden Berge der Rocky Mountains.


Unseren Rückflug nach Edmonton hatten wir für Montagmorgen gebucht, so dass wir drei Abende und zwei volle Tage Zeit hatten um die Stadt zu erkunden!
Am Samstag starteten wir den Tag mit einem kleinen Frühstück und machten uns mit dem Bus (C$ 2,75/ Person für eine Zone und ist ca. 1 1/2 Stunden gültig) auf nach Downtown. Dort schlenderten wir ein kurzes Stück auf der Haupteinkaufsstrasse der sog. Robson Street. Dort reiht sich ein Geschäft, Restaurant und Bar neben dem nächsten auf. Nachdem kurzen Schaufensterbummel machten wir uns auf zum Stanley Park, der direkt am Wasser gelegen ist und wunderschön sein soll. Leider überrascht uns auf dem Weg dorthin ein starker Regenschauer, so dass wir gezwungenermaßen eine kurze Kaffe- / Teepause einlegen mussten. Der Regen ließ aber auch nach einer halben Stunde nicht nach, daher änderten wir unsere Pläne und machten uns nun auf zum Aquarium, welches ebenfalls im Stanley Park gelegen und mit dem Bus gut erreichbar ist.


Unglücklicherweise waren wir nicht die einzigen, die diese Idee hatten, so dass wir eine lange Warteschlange draussen vor dem Eingang des Aquariums vorfanden. Nach einer gewissen Wartezeit konnten wir endlich unsere Tickets für (C$ 21,00 + Steuer/ Person) erwerben. Um eine Spende von weiteren C$ 2,00 wurde jeder Besucher gebeten, um die Marine Mammal Rescue( = Meeressäuger Tierrettung) zu unterstützen, was wir natürlich gerne taten.
Der Besuch im Vancouver Aquarium selbst war so spannenden und erlebnisreich,  dass wir uns entschieden haben darüber einen eigenständigen Post zu schreiben, der zeitnah folgen wird.
Nach unserem ca. 3 stündigen Aufenhalt erwartete uns draussen wieder Sonnenschein, was wir ausnutzten, um noch einen Abstecher nach Chinatown zu machen. 


Zu Fuss erkundeten wir den Stadtteil, dessen Strassen denen anderer Chinatown Viertel in anderen Großstädten ähnelte. Viele verschiedene Läden mit Gewürzen, Obst, Gemüse und getrockneten Meerestieren und vielen anderen für nicht-Asiaten schwierig zu identifizierenden Auslagen. Schließlich wagten wir uns in eine kleine Garküche in dem fast nur asiatische Gäste saßen und suchten uns an der Theke etwas zu Essen aus. Das Essen war sehr lecker und vor allem preiswert für eine Riesenportion und zwei Getränke bezahlten wir nur C$ 8,00! Die Atmosphäre des Restaurants hatte bedauerlicherweise den Charme einer Bahnhofshalle, da es durch die offen stehende Tür recht kalt hineinzog und viele Leute nur hereinkamen, um sich ihr Essen mit nach Hause zu nehmen.
Nach dem köstlichen Snack zog es uns zurück ins Hotel, da es doch wieder recht kalt geworden war. Der Bus brachte uns bis zu der Strasse in der unserer Hotel gelegen war. Eigentlich wollten wir einen Anschlussbus nehmen, der uns direkt bis zum Hotel bringen würde, da wir bis zur Hausnummer 861 laufen mussten und dies einige Blocks Fussmarsch bedeutete. Da der nächste Bus aber lange auf sich warten ließ, entschieden wir uns doch zu laufen. Im Hotel angekommen, ruhten wir uns ein wenig aus und machten uns auf den Weg zum Abendessen. Wir hatten uns ein Sushi Restaurant aus dem Lonely Planet herausgesucht, welches am Ende der oben bereits erwähnten Robson Street gelegen ist. Dort angekommen mussten wir jedoch leider feststellen, dass das besagte Restaurant bereits geschlossen hatte, da es bereist 21h war. Also machten wir uns auf die Suche nach einer Alternative und wurden in einem koreanischen Restaurant fündig.
Nach dem Essen wollten wir noch etwas trinken gehen, da die normalen Nachtclubs bereits um 1:30h schließen müssen, war natürlich gegen 22:30h bereits überall die Party voll im Gange. Wir liefen bis zur Garnville Street, die Partymeile von Vancouver, hier reiht sich eine Bar und ein Club an den nächsten und die Strassen sind voll von feierwütigen jungen Menschen. Vor fast jeder der Bars und Clubs zeigten sich lange Warteschlangen. Es bestätigte sich wieder, dass die Nordamerikaner und vor allem die Kanadier ein anderes Temperaturempfinden haben als wir. Genau wie ich es schon in den USA beobachtet hatte, trug keine der Frauen eine Strumpfhose. Auch eine Jacke oder Pullover über dem  Kleidchen oder anderem Partyoutfit scheint nicht angesagt zu sein. Auch die Männer liefen teilweise im T-Shirt durch die Strassen während wir trotz Winterjacke bibbernd durch die kalte Nacht liefen. Da wir auf Grund der fortgeschrittenden Stunde und der Kälte keine Lust hatten uns in eine der Warteschlangen einzureihen, dauerte es etwas bis wir eine kleinere Bar gefunden hatten, in der man nicht stundenlang anstehen musste, um Einlass gewährt zu bekommen. Eigentlich hatten wir vor im Anschluss noch in einen in der Nachbarstrasse (Seymour Street) gelegenen "Afterhour Club" , der von 2h - 7h morgens geöffnet hat, zu gehen, da wir auf der Gästeliste standen und wir dann zumindest nicht hätten anstehen müssen. Im Hinblick auf den vollen Tagesplan von Sonntag und den langen Tag der hinter uns lag, entschieden wir uns jedoch schlussendlich dagegen und nahmen uns ein Taxi zurück ins Hotel. 
Am nächsten Morgen erwartet uns ein toller Tag mit strahlend blauem Himmel und Sonnenschein. Schon der Blick aus dem Fenster auf die Stadt zauberte uns ein Lächeln ins Gesicht und machte gute Laune!
Wieder suchten wir uns ein kleines Cafe zum Frühstücken und machten uns dann zu Fuss auf nach Granville Island. Granville Island ist eine kleine Halbinsel sowie ein Einkaufs- und Kulturviertel in Vancouver. Sie liegt im Meeresarm False Creek und ist über die Granville Street Bridge Street zu erreichen. 
Granville Island
Anschließend nahmen wir einen Bus zum Stanley Park. Für Sonntag hatten wir uns ein Tagesticket für den Bus gekauft (C$ 9,25/Person). 
Der Stanley-Park ist ein 404,9 Hektar großer Park. Er ist der größte Stadtpark Kanadas und der drittgrößte Nordamerikas. Der Park befindet sich direkt neben der Innenstadt an der Nordspitze einer Halbinsel, die in den Fjord  Burrard Inlet hineinragt. Durch den Park zieht sich ein 200 km langes Netz von Spazierwegen. Der größte Teil des Parks besteht aus einem Wald mit rund einer halben Million Bäumen. Neben der Natur ist auch die rund um den gesamten Park führende 8,8 km lange Ufermauer mit einer Promenade für Spaziergänger, Fahrradfahrer und Inlineskater sehenswert.
Das traumhafte Wetter hatte viele Menschen an die frische Luft gelockt, die die wärmenden Sonnenstrahlen geniessen wollten. Immer wieder hörten wir, dass dies der erste "warme" Frühlingstag sei.
Zunächst setzten wir uns auf einen der großen Baumstämme, die am Strand des Fjords als Sitzmöglichkeiten dienen und genossen ebenfalls die Sonne und den Blick auf das Wasser.


Im Anschluss machten wir uns zu einem Spaziergang entlang der Uferpromenade auf und bogen nach einiger Zeit auf einen durch den Wald führenden Weg ab. Der Wald ist ganz natürlich gewachsen und erinnert an einen Urwald. Sogar umgefallene oder vom Blitz zerborstene Bäume werden belassen und auch das Unterholz  ist völlig unberührt. Sehr beeindruckend war es, dass man gerade noch durch die Großstadt geschlendert ist und nun hatte man das Gefühl ganz weit weg von dem ganzen Trubel und dem Großstadtlärm zu sein.


Nach Auszeit in der Natur trieb es und wieder nach Downtown erneut auf die Robson Street diese mal jedoch zum shoppen.:) Die Sonne und die Frühlings-/Sommermode in den Geschäften ließ die Vorfreude auf dem Frühling und Sommer weiter wachsen. 
Nach dem erfolgreichen Shopping machten wir noch einen Abstecher in den historischen Stadtteil Gastown. Gastown ist ein klassisches Beispiel für die Gentrifizierung eines Stadtteils. Heute findet man hier neben historischen Backsteinhäusern und Kopfstein gepflasterten Strassen, viele schicke Loftwohnungen, trendige Läden, Restaurants und Bars und viele sog. Hipster laufen durch die Strassen. 
(Hipster ist ein im frühen 21. Jahrhundert in den Medien verbreiteter, zumeist etwas spöttisch gebrauchter Begriff, der im weitesten Sinne Angehörige einer subkulturartigen gesellschaftlichen Gruppierung Jugendlicher bis junger Erwachsener der urbanen Mittelschicht beschreibt. Der Hipster verleiht durch Gleichgültigkeit dem Mainstream gegenüber seinem Szenebewusstsein einen ignoranten bis extravaganten Ausdruck.)
Das Wahrzeichen von Gastown ist die sogenannte Steam Clock(= Dampfuhr), die durch Dampfkraft betrieben wird (heute jedoch elektronisch). Das Spielwerk der Uhr besteht aus 5 Dampfpfeifen, von denen die größte, in der Mitte zu findene Pfeife, zur vollen Stunde spielt und die vier kleineren zu jeder Viertelstunde. Nach ausgiebigem Sightseeing ließen wir den Nachmittag im sog. AlibiRoom ( Tip aus dem Lonley Planet), ein Abseits der Hauptstrassen gelegenes Lokal, ausklingen.
An unserem letzten Abend wollten wir unbedingt noch einmal  in einem Sushi Restaurant essen. Nach kurzer Recherche im Internet wurden wir fündig. Das Sushi Restaurant, was äußerst gute Kritiken hatte, war leider   etwas weiter entfernt vom Stadtzentrum entfernt. Die "Reise" wurde jedoch mit sehr leckerem Suhsi belohnt.
Am Montagmorgen klingelte der Wecker sehr früh, um 5h verließen wir das Hotel und machten uns, wieder mit der SkyTrain, auf den Weg zum Flughafen. Da einige Fluggäste spät dran waren und das Flugzeug vor dem Start enteist werden musste, landeten wir mit einer halben Stunde Verspätung in Edmonton.
Das Resümee unserer Reise ist, dass Vancouver eine wunderschöne Stadt ist, in der es sehr vieles zu sehen und erleben gibt. Die Stadt ist sehr lebendig und hat ein abwechslungsreiches Programm zu bieten. Leider ist die Stadt gerade von Europa aus sehr schlecht zu erreichen und ist mit seinen 9 Stunden Zeitverschiebung für Europäer nicht gerade Jetlag freundlich.


Meine Freundin Daisy!

Wie bereits berichtet gab es im Vancouver aquarium viel zu sehen unter anderem die Delphin Dame mit dem Namen Daisy, die genau so interessiert an den Besuchern war, wie diese von ihr. Sogar "hide-and-seek" (=Verstecken spielen) hinter den Pfeilern am Fenster machte sie mit.




Dienstag, 5. März 2013

Vielen Dank!!! Die 1000er Marke ist erreicht! :)




Gestern war es soweit und der 1000te Besucher hat unseren Blog besucht! Wir freuen uns sehr über so viel Resonanz! Nicht nur Besucher aus Deutschland sondern auch den USA, Kanada, England, Schweiz und sogar Taiwan und Korea konnten wir in den letzten Wochen verzeichnen! Wir hoffen sehr ihr bleibt uns treu! ;)

Freitag, 1. März 2013

Der amerikanische Banken-Wahnsinn!!!

Wie bereits vor einiger Zeit schon einmal berichtet, haben wir Mitte Januar ein Konto bei einer amerikanischen Bank (TD Bank) eröffnet. Diese Bank wurde uns von unserem Relocation-Consultant empfohlen. Gleich beim ersten Termin erhielten wir unser Konto und auch unsere Debit-Card (=EC-Karte). Alles verlief eigentlich recht reibungslos und es wurde uns mitgeteilt, dass nur noch unsere Socialsecuritynumber (=Sozialversicherungsnummer) fehlen würde. Diese sollten wir nachreichen sobald wir diese erhalten. Drei Wochen später taten wir genau dieses und fuhren noch einmal zur besagten Bankfiliale und reichten dort die fehlende Information nach. Ein anderer Mitarbeiter als beim ersten Mal prüfte dies und sagte es wären jetzt alle notwendigen Unterlagen vorhanden.
Cord gab nun dieses Konto bei seinem Arbeitgeber als Gehaltskonto an. In den USA wird im Gegensatz zu Europa noch sehr viel (z.B. Miete, Steuernachzahlungen, eigentlich fast alle größeren Summen) mit Scheck bezahlt und eben auch das Gehalt. Möchte man es als Online-Überweisung erhalten, ist dies sehr kompliziert. Zunächst muss ein Antrag gestellen werden, dann wird eine "Probesumme" von 1 Cent an das Konto überwiesen. Der Eingang des Geldes muss bestätigt werden und erst dann wird der eigentlich Betrag überwiesen. Als wir das hörten waren wir völlig überrascht und konnten nicht verstehen, warum ein so fortschrittliches Land, um so einen doch recht einfachen Vorgang, ein so großen Wirbel macht. Ungefähr zwei Wochen später konnten wir es dann leider nachvollziehen... es war Mittwoch und wir wollten online etwas auf unserem US Konto nachschauen, was zu unserer Verwunderung nicht funktionierte. Wir versuchten es erneut leider wieder erfolglos. Daraufhin riefen wir die Service-Hotline der Bank an, um uns zu erkundigen, was der Grund hierfür ist. Eine freundliche Dame am Telefon teilte uns mit, dass das von uns genannte Konto einen Tag zuvor geschlossen wurde. Weitere Auskunft könnte sie uns dazu jedoch leider nicht geben, da hierfür die besagte Bankfiliale zuständig sei. Auf Grund der Zeitverschiebung zwischen der Ost- und Westküste erreichten wir an diesem Tag dort leider niemanden mehr. Am nächsten Morgen riefen wir morgens als erstes bei der Bankfiliale in den USA an. Ein nicht sehr kompetent wirkender Mitarbeiter teilte uns mit : " Ja das Konto wurde vor zwei Tagen geschlossen, da ein Formular gefehlt hätte. Sie hätten uns nicht erreicht, daher haben sie das sich auf dem Konto befindende Geld auf einen Scheck übertragen und das besagte Konto geschlossen." Wo der Scheck mit dem Geld genau war, konnte mir der Mitarbeiter nicht sagen. Auf die Frage hin was nun zu tun sei, wurde ich mit einem weiteren Mitarbeiter verbunden. Dieser teilte mir mit, dass unser Konto nicht wieder geöffnet werden kann und wir ein neues Konto eröffnen müssten, das ginge jedoch nur persönlich und nicht am Telefon! Sein Vorschlag war nach langem hin und her wir könnten ja zur TD Bank in Kanada gehen und von dort ein Konto eröffnen. Gesagt getan noch am selben Tag in der Mittagspause gingen wir zur nächsten TD Bank in Edmonton und eröffneten ein Konto, nachdem wir dem zuständigen Bankmitarbeiter die gesamte Geschichte berichtet hatten. 
Das nächste Problem war, dass wir bereits den Antrag für die Onlineüberweisung des Gehaltes gestellt hatten, dieser genehmigt wurde und auch schon die "Probesumme" auf dem Konto eingegangen und bestätigt war bevor das Konto geschlossen wurde. Was nun mit dem eigentlichen Gehalt passieren würde, wenn es nun bei der Bank ankommt und das Konto geschlossen ist, machte uns ziemlich nervös! Daher rief ich am Abend desselben Tages noch einmal bei der Bankfiliale in den USA an. Dieses mal hatte ich eine sehr freundliche Dame am Telefon. Nachdem ich ihr die gesamte Geschichte berichtet hatte, hielt sie kurz Rücksprache mit ihrem Vorgesetzten und teilte mir dann mit, dass wir nun telefonisch ein neues Konto eröffnen können. Los ging's: alle Daten mussten erneut angegeben werden. Neben den Reisepassdaten benötigte die Dame natürlich auch unsere SSN unsere Führerschein und viele weitere Daten..und das alles übers Telefon. Nach einer knappen Stunde hatten wir es dann geschafft nun sollte ich alle besagten Dokumente an die Bank faxen.
Also ging ich mit Allem runter zu unserer Hotelrezeption und bat die Dame ob sie mir alle Dokumente kopieren könnte und diese im Anschluss zur Bank faxen könnte. Da dann leider alle Dokumente einzeln (auch die Führerscheine) kopiert wurden, waren es am Ende 6 Seiten. Eigentlich mussten diese nun nur noch gefaxt werden, was sich jedoch wiederum als eine Herausforderung entpuppte. 1 1/2 Stunden später hatten es drei Hotelmitarbeiter mit Hilfe des IT-Teams des Hotels es geschafft die Seiten an die Bank zu faxen! 
Am nächsten Tag rief ich erneut in der Bank in den USA an und es wurde bestätigt, dass nun alle benötigten Dokumente eingegangen waren, aber die nächste Hürde wartete schon. Wir sollten nun ein Formular unterschreiben, was an und für sich ja nicht kompliziert zu seien scheint. Ich schlug vor, dass Sie es per Email an uns schickt ,wir es ausdrucken, unterschreiben und zurück faxen. Dies war aber nicht möglich, da solche Dokumente nicht per Email versendet werden dürfen. Also schlug ich vor, dass die Mitarbeitern es per Fax an unser Hotel schickt ich gab ihr die Nummer und wartet auf das besagt Fax. Als nach drei Stunden immer noch kein Fax angekommen war, rief ich erneut die Bankmitarbeiterin in den USA an, die bereits schon auf meinen Anruf wartete. Sie sagte" zum Glück rufen Sie zurück ich kann Sie ja nicht erreichen" was mir schleierhaft war, da wir ja unsere Telefonnummer und unsere Emailadresse angegeben hatten. Das Problem sei, dass keine Faxe an eine internationale Nummer gesendet werden können (auch wenn die USA und Kanada die gleiche Landesvorwahl +1 haben). Nun war die Dame völlig aus dem Häuschen, weil es ja noch so eine lange Zeit hin sei, bis wir wieder in den USA wären. Ich machte den Vorschlag die Unterlagen einfach per Post an das Hotel in Edmonton zu senden und wir könnten dann die Unterlagen unterschreiben und an die Bank faxen. Die Mitarbeiterin beruhigte sich wieder und nahm den Vorschlag an. Bis jetzt warten wir noch auf die Unterlagen, die hoffentlich demnächst eintreffen werden. 
Was aus dem Gehalt wird, was nun die Tage bei der Bank auf unser geschlossenes Konto treffen wird, wissen wir auch nicht. Vielleicht sei es möglich das Geld auf das neue Konto zu transferieren. 
Vor einigen Tagen ging nun der Scheck mit dem Geld, was sich auf dem Konto befunden hatte bevor es geschlossen wurde, bei uns ein. Mit dem Scheck gingen wir nun zur TD Bank hier in Edmonton und wollten den Scheck auf unser neu eröffnetes Konto einzahlen. Leider war auch dies nicht so einfach, wie man es vielleicht erwarten würde! Die Bank könnte zwar den Scheck annehmen, müsste aber 15 Werktage warten bis der Scheck bearbeitet werden dürfte, da wir Neukunden sind und es ein Scheck aus den USA ist. "Mit Schecks aus den USA haben wir keinerlei Erfahrung" wurde uns mitgeteilt. Da wir das Konto im Prinzip nur aus dem Grund eröffnet hatten, um es für Schecks und dergleichen zu verwenden und dieses ja auch bei der Eröffnung des Kontos angegeben hatten, entschlossen wir uns dazu das Konto wieder zu schließen nicht einmal eine Woche nach Eröffnung. Für Schließung eines Kontos würde eine Gebühr von C$ 15,00 anfallen, nach Rücksprache mit Ihrer Vorgesetzten wurde uns diese Gebühr jedoch freundlicherweise erlassen.

Wie es nun weiter gehen wird wir sind gespannt!!! Nun können wir jedoch verstehen warum die Amerikaner einem Scheck mehr Vertrauen schenken als einer Online-Überweisung, wenn ohne Vorwarnung ein Konto von einem auf den anderen geschlossen werden kann!